Warum kein Amazon?

Nachdem ich Ein Jahr kein Amazon gepostet habe, wurde ich von Oliver Voss auf Twitter nach dem Warum gefragt. Wie es sich auf Twitter gehört, habe ich eine schnelle Antwort gegeben. Hier ein paar ausführlichere Gedanken dazu.

A. Vor 10 Jahren hatte ich geglaubt, ich könne einen Nischenmarktplatz neben Amazon etablieren  

Ich bin 2009 nach Hamburg gezogen. Damals hat Amazon noch weniger als 3 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland gemacht. Hier schön dargestellt von Jochen Krisch.  

Otto war mit mehr als der Hälfte an Umsatz zwar schon abgehängt, aber noch nicht abgeschrieben. Krass zu sehen, dass Otto jetzt erst auf dem Niveau ist, auf dem sich  Amazon bereits 2009 befand.

Quelle: Statista

Es ist wirklich bemerkenswert, wie Amazon die letzten Jahren abgegangen ist.

Quelle: Recode

Firmen wie Zappos, Zalando, Groupon und Fab haben mich 2009 glauben lassen, dass man im e-Commerce neben Amazon einen Nischenmarkt betreiben könnte. Ich hatte nie das Verlangen, eine super große Firma aufzuziehen, sondern lediglich einen kleinen und feinen Marktplatz zu erschaffen. Heute würde ich mich das nicht mehr trauen.  

Wenn man sich die 10 umsatzstärksten Online-Shops in Deutschland anschaut, muss man sich wirklich fragen, was in den letzten Jahren alles schief gelaufen ist. Amazon macht fast dreimal so viel Umsatz wie Otto.

Quelle: Statista

Die Motivation hinter AvocadoStore war, Menschen Zugang zu besseren Produkten zu geben. Ich wollte damals darüber aufklären, dass man auch Produkte kaufen kann, die besser sind als der Müll, den man in der Einkaufsstraße kaufen kann. Ein Leitsatz war “Every dollar you spend . . . or don’t spend . . . is a vote!”. Über diesen Satz habe ich die letzten Monate viel nachgedacht. Ich möchte eigentlich mein Geld nicht an amerikanische Unternehmen geben, welche keine Steuern zahlen.

Erschreckend an der Top 10 Statistik ist allerding auch, dass kein Shop, außer Amazon, für mich eine Relevanz hat. Ich habe noch nie etwas bei Otto.de bestellt. Auch meine Zalando Bestellungen kann ich wahrscheinlich an einer Hand abzählen.  

B. Thousands of Amazon employees are on food stamps

Mehr Information dazu auf: Business Insider

C. Ich hätte gerne weniger Paketzusteller in der Stadt

Ende 2018 gab es in der ZEIT einen guten Artikel Paketdienste – Schwere Last, leichter Lohn

Jan Böhmermann hat das Ganz auch gut thematisiert

Ich persönlich habe mir die letzten Jahre immer alles von Amazon ins Büro liefern lassen. Mega bequem. Wenn ich allerdings an der frischen Luft bin, stört mich fast nichts mehr als die überall parkenden Transporter, welche gerade die online Bestellungen verteilen.

D. Lauren Sanchez

Als ich Mitte Januar in der Süddeutschen Bis ins Weiße Haus gelesen habe, dass Jeff wohl ein Penis Bild verschickt hat, bin ich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. Meine Theorie ist, dass iMessage auf dem iPad die ganze Sache platzen gelassen hat. Falls du jetzt versuchst ein Bild zu finden, vergiss es. Man munkelt, dass es ein Presse Embargo auf das beste Stück gibt.

E. Otto

Otto hatte ich nicht in meinem Tweet erwähnt, ist aber eigentlich der wahre Grund. Ich kenne einige, die bei Otto arbeiten, gearbeitet haben oder Otto beraten. Aber ich kenne kaum jemanden, der regelmäßig bei Otto einkauft. Dieser Tatsache würde ich gerne auf den Grund gehen.

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